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Ein Kurzurlaub in Amsterdam

Wie lange braucht es, bis man merkt ob eine Stadt einen in ihren Bann zieht? Bei mir auf jeden Fall nicht länger als drei Tage. Letze Woche war ich von Dienstag bis Donnerstag mit meiner Schwester in Amsterdam und bin in Gedanken wohl immer noch dort. Die Stadt ist einfach wunderschön. Überall sind diese schmalen Grachten, die sich durch die ganze Stadt ziehen, kleine Shops und Boutiquen, freundliche Menschen und super süße Cafés.

Anreise

Wir sind von Berlin mit dem Auto nach Amsterdam gefahren. Unser Hotel befand sich im Stadtteil Zuidoost, also eher am Stadtrand. Wir sind morgens um fünf Uhr losgefahren und kamen nach ca. 9 Stunden –mit mehreren kurzen Pausen- im Hotel an. Ich würde euch eine Anreise mit Auto jedoch nur empfehlen, wenn euer Hotel nicht direkt in der City ist und ihr im Hotel einen Parkplatz habt (den man meist im Vorhinein reservieren muss). Im Zentrum sind Autos kaum zu sehen und der Parkraum ist sehr begrenzt. Parkhäuser gibt es jedoch viele. 24 Stunden parken kostet dort ab 20 Euro.

Zu zweit war die Fahrt auf jeden Fall kein Problem, trotzdem würde ich das nächste Mal ein paar Tage länger bleiben oder eventuell mit dem Flugzeug kommen. Wenn man früh genug bucht, und kein Problem damit hat lange Bus zufahren, sind natürlich auch die Fernbusse eine günstige Alternative.

Unterkunft

Wir haben im A&O Hotel übernachtet und es war total okay. Ich hatte noch einen Gutschein und kann die Hotels für junge Leute oder Leuten mit wenig Budget total empfehlen. Sie sind, nach meiner Erfahrung, immer sehr sauber, etwas außerhalb aber sehr gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden und haben 24 Stunden Rezeption und Bar.

Wenn man „etwas“ mehr für die Unterkunft ausgeben kann, empfehle ich euch total die wunderschönen Hausboote. Diese kann man über die bekannten Buchungsportale für eine gewisse Zeit mieten. Das werde ich nächstes Mal auf jeden Fall machen!

Sight Seeing

Wir haben unseren kurzen Aufenthalt auf jeden Fall total ausgenutzt.

Am ersten Abend sind wir nach dem einchecken mit der Metro ins Zentrum (Centraal Station) gefahren. Dort haben wir einen kurzen Spaziergang gemacht und waren

von den schmalen Gassen total verzaubert. Falls ihr shoppen gehen wollt seid ihr dort auch richtig. Wenn man am Wasser eine der kleinen Gassen rechts reingeht kommt man auf mehrere lange Shoppingstraßen, mit vielen bekannten aber auch skurrilen Läden. Es gab zum Beispiel einen Shop in dem man Käse in verschiedenen Größen und Formen – wunderschön als Geschenk verpackt – kaufen konnte.

Als wir am Wasser langschlenderten fielen uns die vielen Schilder für Bootstouren auf. Es gibt dort mehrere verschiedenen Anbieter, jedoch

nur einmal „Open Boat Tours“. Dort fährt man dann, wie der Name schon sagt, mit einem offenen Boot und nicht wie bei allen anderen Anbietern mit einem Geschlossenen. Wir buchten dort eine 75 minütige Tour um 19:30 Uhr für 19 Euro pro Person. Die Touren mit den anderen Booten kosten für 60 Minuten zwischen 11 Euro und 16 Euro. Wir waren im Nachhinein jedoch so froh, dort gebucht zu haben. Unsere „Kapitänin“ Nikki war super. Sie hatte zu jedem alten Gebäude, jeder Brücke und jedem Viertel eine spannende Geschichte zu erzählen. Ich kann euch die Tour am frühen Abend ans Herz legen. Beim Losfahren ist es noch hell und man sieht alles und auf dem Rückweg kann man den Sonnenuntergang genießen.

Am Mittwoch sind wir total früh aufgestanden und nach dem Frühstück in das „Szeneviertel“ Jordaan gefahren. Früher war Jordaan mit seinen wunderschönen kleinen Häusern eher ein „Arbeiterviertel“. Heute ist es das absolute Szeneviertel und die Mieten sind wahnsinnig hoch. Dort sind wir lange spazieren gegangen und haben uns von dem zauberhaften Flair beeindrucken lassen. Ich würde euch empfehlen, euch ein Fahrrad auszuleihen und so viel wie möglich dort anzuschauen.

Anschließend waren wir im Anne-Frank-Haus. Wenn ihr das Haus von Innen sehen wollt, müsst ihr euch online dafür registrieren. Man kann sich auch spontan ab 15:30 Uhr anstellen und hoffen Restkarten zu bekommen. Der Eintritt kostet 9 Euro.

Essen und Trinken

Ich muss zugeben, wir haben nichts „typisch niederländisches“ gegessen. Wenn ich das nächste Mal in Amsterdam bin werde ich auf jeden Fall eine Käseverkostung mitmachen, das haben wir diesmal leider nicht mehr geschafft.

Wenn ihr in Jordaan seid kann ich euch das Café WESTER empfehlen. Es ist schräg gegenüber vom Anne-Frank-Haus und man kann mit einem tollem Blick aufs Wasser einen Kaffee oder Tee trinken und leckeren selbstgemachten Karotten,- und Apfelkuchen essen.

Fazit

Ich bin total verliebt und werde auf jeden Fall wiederkommen! Wenn ihr kleine, bunte Häuser mögt, Gassen und Grachten toll findet, solltet ihr Amsterdam auf jeden Fall auf eure To-Do-Liste setzen.

Wart ihr schon einmal in Amsterdam? Wenn ja, wie hat es euch dort gefallen? Ich freue mich, von euren Erfahrungen zu lesen.